Die jüngsten Turbulenten an den internationalen Finanzmärkten haben viele Anleger um die Kursgewinne des letzten Jahres gebracht. Heftige Kursstürze ließen auch gut diversifizierte Portfolios tief in die roten Zahlen rutschen.
Glücklich schätzen kann sich, wer in dieser Situation über liquide Mittel verfügt, die einen Nachkauf zu günstigen Kursen ermöglichen. Generell gilt, dass etwa zehn Prozent des Depotvolumens ständig liquide sein sollten. Einerseits ist so ein gewisses Maß an Flexibilität gewährleistet, andererseits sinkt auch die Schwankungsintensität der Portfoliorendite. Wie aber kann ein Anleger liquide Mittel profitabel anlegen?
Am besten eignet sich zu diesem Zweck ein Tagesgeldkonto. Ein solches Konto zeichnet sich dadurch aus, dass die auf ihm geparkten Einlagen täglich verfügbar sind und somit keine zeitliche Mindestanlagedauer existiert.
Tagesgeld wird von vielen Banken angeboten und ist in der Regel mit recht attraktiven Zinsen verbunden. Wer als Neukunde zu einer Direktbank kommt um seine Einlagen dort zu platzieren, kann beim aktuellen Zinsniveau mit durchschnittlich vier bis fünf Prozent im Jahr rechnen. Um den besten Anbieter zu finden, sollte vorab ein Tagesgeldkonto Vergleich durchgeführt werden. Im Internet existieren verschiedene Websites, die sich ausschließlich diesem Thema widmen.
Neben der Höhe des Zinssatzes gibt es noch einige andere Merkmale, die gute von weniger guten Anbietern unterscheiden. So existiert in der Regel eine Obergrenze bezüglich des mit dem angebotenen Zinses vergüteten Anlagebetrags. Bei vielen Instituten werden zum Beispiel nur die ersten zehntausend Euro mit fünf Prozent verzinst, darüber hinaus gehende Anlagevolumina jedoch nur mit drei Prozent. Auch sind insbesondere überdurchschnittlich hohe Zinssätze meist nur für einen überschaubaren Zeitraum garantiert. Die Banken wollen mit solchen Angeboten neue Kunden gewinnen.
Weiterhin sollte beachtet werden, dass auch Zinserträge von der Abgeltungssteuer erfasst werden. Gegebenenfalls kann der Konto führenden Bank ein Freistellungsauftrag erteilt werden, um den Sparerfreibetrag zu nutzen.
Achtet der Anleger auf diese Punkte, kann er mit einem Tagesgeldkonto seinen Wertpapierbestand optimal ergänzen und ein höheres Maß an Flexibilität erlangen.